Der richtige Umgang von Kindern mit dem Computer

Spielcomputer, Spiellaptop und Lernprogramme für Kleinkinder

19.12.2009 Tanja Guserl

Computer sind schon für die Kleinsten interessant. Viele Eltern sind unsicher, ab wann und wie lange Kinder vor dem Computer sitzen dürfen und welche Spiele passend sind.

Kleine Kinder wachsen in einer Welt auf, in der Handys und Computer zum täglichen Leben gehören. War es bis vor einigen Jahren noch unvorstellbar, dass Volksschulkinder am Computer lernen, so gibt es heutzutage auch schon für die Kleinsten eigene Spielcomputer oder spezielle Spiele für den PC.

Warum sind Computer schon für Kleinstkinder interessant?

Kaum sitzen Mama oder Papa vorm Computer, wollen auch die Kleinen mit diesem Ding spielen. Am liebsten auf dem Schoß der Eltern sitzen und die Tastatur bearbeiten. Kinder erforschen ihre Umwelt und machen dabei weder vor dem Blumentopf oder der Handtasche der Mutter und auch nicht vor dem Computer halt. Gerade Gegenstände, denen auch die Eltern ihr Interesse widmen, haben es Kleinkindern angetan.

Sind Computer für Kinder ungesund?

Ob Computer notwendig sind für Kleinkinder ist eine pädagogische Frage, die sich alle Eltern selbst beantworten müssen. Fakt ist, dass früher oder später jedes Kind den Umgang mit dem Computer lernen wird.

Wenn man auf einige Punkte achtet, sind Computer nicht ungesund für Kinder.

  • Kindgerechte Maus beziehungsweise Tastatur und Monitor
  • Passende Programme verwenden
  • Zeit limitieren
  • Adäquater Sitzplatz (Sitzhöhe, Abstand bis zum Computer, Helligkeit)

Wie lange kann ein Kleinkind vor dem Computer sitzen?

Kinder unter fünf Jahren sollten nicht länger als 15 bis 20 Minuten vor dem Computer sitzen.

Welche Programme für den PC gibt es, die kindgerecht sind?

Mittlerweile gibt es Computerspiele beziehungsweise Lernprogramme für alle Altersgruppen. Kinder lieben es mit der Maus oder der Tastatur auf dem Computer etwas auszulösen. Mittels Klick machen Tiere Geräusche, Züge fahren ab oder Seifenblasen zerplatzen. Auch animierte Bilderbücher sind bei vielen Kindern beliebt.

Was sind sogenannte Spielcomputer?

Spielcomputer oder Spiellaptops gibt es bereits für Kleinkinder. Optisch einem normalen Laptop ähnlich, sind diese Spiellaptops kleiner, handlicher, sehr robust und bunt aufbereitet. Meist erklärt nach dem Einschalten eine Stimme, wie es weitergeht. Mittels dieser Computer lernen die Kleinen Farben erkennen, Wörter buchstabieren oder Töne der Tonleiter hören. Je nach Alter abgestimmt. Die Bedienung des Computers ist meist sehr leicht gehalten, so dass die Kinder auch ohne Eltern mit dem Computer spielen können. Spielcomputer kosten zwischen 20 und 50.- Euro.

Können Computerspiele andere Spielsachen ersetzen?

Weder Malprogramme noch animierte Bilderbücher können die jeweiligen Aktionen in Realität ersetzen. Wie sich eine Malkreide anfühlt oder der Umschlag eines Buches, erlebt ein Kind nur, wenn es dies mit eigenen Händen erlebt. Da gerade Kleinkinder viel über die taktile Wahrnehmung lernen, sollte man auf keinen Fall reale Handlungen zu kurz kommen lassen. Und es ist ein völlig anderes Erlebnis für ein Kind, wenn es die erste Zeichnung in Händen hält und die Mama diese stolz aufhängt.

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